Squamish und die Seilbahn

Squamish und die Seilbahn

Die Seilbahn auf dem Trail

Ich habe wieder die Poparide App benutzt, um zu reisen – es lief auch wieder alles reibungslos ab. Im Vergleich zu Whistler war das Hostel in Squamish aber eine Bruchbude.
Die Rezeption war nur für wenige Stunden geöffnet und die Küche erinnerte eher an eine Camper Küche – fast kein Raum, richtiges Kochen war verboten, da sonst die Rauchmelder angingen und es gab keinen Platz, um Essen zu lagern.
In den anderen Hostels war es bisher so, dass jeder zwei Kisten für seine Vorräte hatte. In Squamish aber musste sich jedes Zimmer eine Kiste teilen – zu sechst hatte man also eine Kiste, die so groß ist wie ein Schuhkarton…

Selbst das Wlan hat nicht richtig funktioniert und so könnte ich die Liste noch ewig fortführen, aber eigentlich war die Zeit selbst in dieser etwas heruntergekommenen Herberge schön.
Die Lobby war richtig gemütlich und hier ließ es sich gut aushalten. Also habe ich den Tag dort verbracht und überlegte schon, was ich am nächsten Tag machen will.

Für mich klar war, dass ich auch hier in Squamish Mountainbiken werde, da es wahrscheinlich sogar noch besser fürs Mountainbiken geeignet ist als Whistler.
Ich wollte aber auch Squamish zu Fuß erkunden, sodass ich am nächsten Tag dann wandern gegangen bin.

Ich hatte am Vortag ein Paar aus den Staaten kennengelernt und sie haben mir die Shannon Waterfalls empfohlen. Also habe ich mich aufgemacht und bin zunächst entlang des Highways in Richtung der Wasserfälle gelaufen.
Endlich ging der Weg tiefer in den Wald hinein und schon bald bin ich am unteren Ende der atemberaubenden Wasserfälle angekommen.
Ich hatte mir die Route vorher rausgesucht und wollte anschließend auch nach ganz oben, zum Ursprung der Wasserfälle laufen. Ich habe also den Weg genommen, musste aber nach ein paar Metern feststellen, dass eine Seilbahn im Weg lag – ja richtig, eine ganze Seilbahn mit Kabel und Gondel.

Wandern in Squamish

Leider war der ganze Weg nach oben gesperrt und überall standen Polizeiabsperrungen.
Erst dachte ich auch, ja gut… da wird halt gerade eine Seilbahn gebaut – aber später hat mir mein Zimmernachbar erzählt, dass tatsächlich jemand vor ein paar Wochen mitten in der Nacht einfach das Seil durchtrennt hat… next level vandalism.
Ich bin dann also einen anderen Weg gelaufen, der extrem steil nach oben ging. Teilweise waren sogar Treppen verbaut, damit man überhaupt hoch und runterkam. Trotzdem habe ich die Tour genossen und einige coole Bilder gemacht:

der steile Auf-/Abstieg

Ich wollte eigentlich noch weiter wandern, aber da es schon langsam dunkel wurde, musste ich wieder umkehren.

Nach dem Aufstieg bin ich dann wieder zurück ins Hostel, habe mir aber auf dem Weg noch etwas fürs Abendessen gekauft. Nach mehr als 10 Tagen Nudeln mit Tomatensauce gabs dann endlich mal was anderes. Ich habe einfach nur Reis mit Hühnchen gegessen, aber es hat geschmeckt, wie im besten 5 Sterne Restaurant der Stadt.
Anschließend bin ich einfach nur noch ins Bett gefallen und freute mich schon auf den nächsten Tag.
Ich hatte nämlich eine Biketour durch die Wälder der Umgebung geplant.

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