Das ist Vancouver!

Das ist Vancouver!

Die ersten Tage in Vancouver

Jetlag – das soll insbesondere bei langen Reisen durch mehrere Zeitzonen auftreten, also dachte ich schon am Abend der Ankunft… ok morgen kommst du erstmal in Ruhe an und machst nicht viel.

Ich bin aufgewacht und es hat sich für mich angefühlt, als hätte ich die ganze Nacht und den ganzen Tag durchgeschlafen. Ich schaute auf die Uhr: 00:30. „Mmmhh das muss die deutsche Zeit sein… also ist es 15:30 Uhr. Nein kann nicht sein, draußen ist es dunkel.“ Ich hatte tatsächlich gerade einmal 5 Stunden geschlafen.
Also machte ich das einzig vernünftige in dieser Situation – weiterschlafen.
Als ich dann um 6 Uhr aufgewacht bin, musste ich mich wirklich zwingen noch etwas zu schlafen, doch um 7 Uhr war dann wirklich Schluss. Ich fühlte mich als hätte ich 2 Tage und 2 Nächte durchgeschlafen – hatte ich natürlich nicht.
Ich war hellwach, war voller power und wollte einfach in den Tag starten, daher entschied ich mich doch dazu, den Tag voll zu nutzen. Nach dem Frühstück machte ich mich auf und holte mir meine SIN-Number – vergleichbar mit der deutschen Sozialversicherungsnummer – und eröffnete auch gleich ein kanadisches Bankkonto.
Ich war ehrlich gesagt etwas angespannt, da ich gemerkt habe, dass ich erst wieder in den Englischfluss kommen musste und es ja so viel bei der Eröffnung des Bankkontos zu beachten gibt.
Am Ende war es überhaupt kein Problem und ich habe sogar mit einer Mitarbeiterin noch über eine Stunde geredet. Ich war selbst überrascht, wie locker selbst so etwas in Kanada ist. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich in Deutschland je ein cooles Gespräch mit meinem Banker hatte.

Ich habe mir noch das Olympic Village in Vancouver angeschaut, bevor ich dann mit einem breiten Grinsen auf dem Weg zurück ins Hostel über die bekannte Burrard Street Bridge gelaufen bin.
Der Blick auf die Küste Vancouvers und in der Ferne auf Vancouver Island war einfach atemberaubend.

Vancouver entdecken

Nach dem Frühstück am nächsten Tag lernte ich Steven aus Frankreich kennen.
Er verbringt zunächst ein paar Wochen in Kanada und USA, bevor er dann im August 2020 wieder nach Kanada fliegt, um dort ebenfalls sein Work and Travel zu machen.
Da er Franzose ist und Kanada sehr enge Beziehungen zu Frankreich pflegt, kann er sogar zwei Jahre lang in Kanada rumreisen und arbeiten – für mich als Deutscher bleibt mir „nur“ ein Jahr.
Er hat mir von seinem Studium erzählt und wir haben herausgefunden, dass wir beide am Thema Marketing interessiert sind – er hat sogar Kommunikation und Marketing in Frankreich studiert und möchte nun reisen und raus aus dem stressigen Paris. Wir entschlossen uns spontan gemeinsam Vancouver zu entdecken,
und da er einige Ecken schon gesehen hat, war er auch gleichzeitig mein privater Reiseführer. 😊
Wir waren uns einig, Vancouver hat so viel mehr zu bieten als Frankfurt und Paris. Die Leute sind viel offener eingestellt, die Stimmung ist viel entspannter und obwohl Vancouver eine der größten Metropolen in Kanada hat, gibt es hier so viel Natur zu entdecken. Berge, Seen, Flüsse, Wälder und natürlich das Meer, alles erreichbar innerhalb weniger Kilometer um Downtown.

Eine Bank mitten in der Innenstadt von Vancouver

Gastown und Chinatown

An diesem Tag war es verregnet und jetzt wurde uns klar, warum Vancouver von den Einheimischen auch gerne „Raincouver“ genannt wird.
Wir sind trotzdem losgegangen und trotz des Regens war es sehr cool durch Gastown zu laufen. Vorbei an den Straßen von Downtown Eastside – wo leider viele Obdachlose und Junkies liegen – waren wir inmitten von Chinatown.
Ich bekam Hunger und wir sind in einen der vielen chinesischen Lebensmittelmärkte gegangen. Natürlich war alles auf Chinesisch und wir konnten nur raten, was in den Verpackungen drin war.
Wir entdeckten auch eine kleine Theke mit frischen Speisen und ich entschied mich für dieses Mittagessen. Natürlich wusste ich auch hier nicht, was dort wirklich drinnen ist, also nahm ich einfach von allem etwas, was lecker aussah.
Der Preis war mit 11 CAD (kanadische Dollar) zwar ziemlich heftig aber das war mir erstmal egal.
Am Anfang war es gar nicht schlecht, aber der Geschmack war dann doch anders, als der, den man aus Deutschland von chinesischem Essen gewohnt ist. Irgendwie bekam ich es trotzdem runter, aber ich hätte nicht sagen können, welches Fleisch ich da gegessen habe. Jedenfalls war ich ganz froh, wieder aus Chinatown draußen zu sein und die Strände von Vancouver zu entdecken.
Inzwischen hatte der Regen aufgehört und die Sonne kam sogar langsam raus.

Das Meer in Vancouver

Während wir Vancouver entdeckten, unterhielten wir uns ständig über unsere Kulturen und Sprache und Steven lernte sogar ein bisschen Deutsch. Wir hatten viel Spaß und das absolute Highlight für mich war der „third beach“ nahe des Stanley Parks. Zwar war das Wasser sehr kalt aber die Sicht war einfach nur atemberaubend!

Von hier konnte man fast bis nach Vancouver Island schauen und hatte einen phantastischen Blick auf West Vancouver.
Gegen 19 Uhr sind wir wieder zurück ins Hostel, nachdem wir knapp 25km im wunderschönen Vancouver zurückgelegt hatten.
Da ich ja nur für die ersten drei Nächte gebucht hatte, entschloss ich mich dazu, für weitere zwei Nächte zu verlängern – auch um noch mehr von Vancouver zu sehen.

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