Aufbruch nach Whistler

Aufbruch nach Whistler

Ankunft in Whistler

Nach Frühstück und Checkout bin ich also in Richtung Downtown gelaufen, um mich mit meinem Fahrer nach Whistler zu treffen.
Er war pünktlich am Treffpunkt und dann konnte es losgehen. Die Fahrt alleine war schon ein absolutes Highlight. Wir sind fast die ganze Zeit am Meer gefahren und hatten eine phantastische Sicht auf die ganzen Berge. 

Da der Fahrer auch gerne Mountainbike fährt und viel wandert, hat er schon einige Berge in dieser Umgebung bestiegen.
Das war schon cool, als er dann auf einen riesigen Berg gezeigt hat
und sagte: „Da oben habe ich letztens übernachtet.“
Er war dann auch bereit, mich direkt am Hostel rauszulassen, was eine große Erleichterung war, da das Zentrum von Whistler 7 km entfernt lag. Mit dem Bus hätte ich diese Strecke erstmal laufen müssen, mit Koffer und 10 kg Rucksack.

Biken im Paradies auf Erden

Da ich bereits vor Mittag am Hostel angekommen bin, konnte ich noch nicht einchecken und entschied mich spontan, einfach ein Fahrrad vom Hostel auszuleihen, um damit die Umgebung zu erkunden.
Die Fahrt war richtig cool, auch wenn ich ne halbe Tonne auf dem Rücken hatte, da ich Laptop und co mitnehmen musste. Ich bin keine 2 Minuten gefahren, da war ich schon inmitten zahlreicher Trails, die man auch problemlos bergauf fahren konnte. 

Ich bin dann einfach gefahren und gefahren, irgendwann kam ich auf eine größere Forststraße, wo dann leider auch ein paar Autos unterwegs waren.
Das war mir aber egal, da es so viel Spaß gemacht hat, endlich wieder mal zu biken. Außerdem habe ich mir gedacht, wo so viele Leute hinwollen, da muss es auch irgendwas geben. Also gings weiter mit dem Gewicht auf dem Rücken den Berg hoch. Endlich kam ich an einen Parkplatz, wo auch all die Autos standen, die mich überholt haben.

Danach ging ein schmaler Pfad an einem reißenden Fluss vorbei, der Fluss wurde immer ruhiger, bis er plötzlich keine Strömung mehr hatte und ich sah, warum: Ich war an einem See angekommen. Ihn als „schön“ zu bezeichnen wäre wohl untertrieben, daher kannst du dir am besten selbst ein Bild machen: 

Der Trail ging dann noch ca. 2 Kilometer am See entlang und die Sicht war einfach nur atemberaubend. Ich musste aufpassen, dass ich mich nicht hinlege, weil ich so gefesselt von dem Blick auf den See und die Berge dahinter war. Der Weg führte nicht ganz um den See und als ich am Ende angekommen war, sah ich auch mehrere Camper und dachte mir nur, jep hier kann man mal campen.

Snack am See

Ich machte es mir am See gemütlich, aß mein Snack und beobachte einfach nur die Wellen auf dem See. Es war einfach nur paradiesisch, wie klar das Wasser war, wie hoch die Berge waren und vor allem wie viele Streifenhörnchen sich neben mich gesellten und auch ihr Snack aßen.
Ich weiß gar nicht, wie lange ich dagesessen habe, aber es hat sich angefühlt als wäre ich auf einem anderen Planeten. Dennoch hat mich dann mein Action-Drang gepackt und ich bin weitergefahren, bzw. bin ich den gleichen Weg zum Parkplatz wieder zurück – dieser Trail gehört aber definitiv zu den Wegen, die man mehrmals fahren kann.

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Ich habe dann sogar noch weitere coole Trails entdeckt und bin kurz vor Sonnenuntergang zurück ins Hostel geradelt. Einfach nur ein geiler Tag…

Ein Tag zum chillen

Den nächsten Tag habe ich mir dann zum chillen genommen und um ein paar Dinge zu erledigen.
Als ich auf dem Rückweg vom Einkaufen war, musste ich über einen Bahnübergang laufen. Natürlich wusste ich, dass das in Nordamerika etwas anders abläuft als bei uns in Deutschland, aber ich war doch erstaunt als die Schranken oben waren, ich gerade nach rechts geschaut habe und dann plötzlich von links so eine laute Hupe ertönte. Der Zug war aber noch ein paar Meter entfernt und kurz vor dem Bahnübergang gingen dann auch die Schranken runter.
Ich weiß gar nicht mehr wie lange ich genau dort warten musste, aber es war eine Weile. Der Zug ist im Schneckentempo vorbei „gefahren“ und hatte mehr Wagen, als ich zählen wollte.
Da es bereits Abend wurde, bis ich im Hostel ankam, kochte ich noch was und lernte Tim und Hannes kennen. Tim ist professioneller Mountainbike Fahrer und trainiert in Whistler. Hannes macht auch ein Work and Travel und kommt aus Deutschland.

Nach dem Essen habe ich dann den kommenden Tag genauer geplant und beschlossen mir in Whistler ein Bike auszuleihen und in den Bikepark zu gehen.
Voller Vorfreude bin ich dann endlich eingeschlafen…

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